Was kann man sich von einem parlamentarischen Abend erhoffen? Häufig mehr, als man vermutet. Solche Veranstaltungen zeigen, wie gut eine Community ihre eigenen strategischen Bedürfnisse versteht und wie klar sie diese gegenüber den politischen Entscheidungsträger*innen vermitteln kann, die den Rahmen für zukünftige Innovation gestalten. Der parlamentarische Abend in Berlin, ausgerichtet von der Stadt Braunschweig, bot genau diese Gelegenheit. Gemeinsam traten Braunschweig Zukunft GmbH, die Technische Universität Braunschweig, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) auf, um geschlossen zu verdeutlichen, warum Quantentechnologien für Deutschlands wissenschaftliche Stärke und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit essenziell sind.

Mit rund 200 Teilnehmer*innen bot der Abend einen wichtigen Raum für Austausch und gemeinsame Perspektiven. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie sehr das QVLS-Ökosystem von abgestimmter Unterstützung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene profitiert. Auf Bundesebene betonte Dr. Alexandra-Gwyn Paetz (BMFTR) die Bedeutung nationaler Technologietransfer-Instrumente wie die Clusters4Future und besonders die QVLS-iLabs, die entscheidend dazu beitragen, dass Durchbrüche aus der Forschung ihren Weg in konkrete Anwendungen finden. Auf Landesebene unterstrich Minister Falko Mohrs (MWK) die strategische Rolle Niedersachsens als führende Quantenregion und die langfristige politische Rückendeckung für QVLS. Auf kommunaler Ebene hob Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hervor, wie Initiativen wie QIMP und der QVLS High-Tech-Inkubator regionale Start-ups stärken und sicherstellen, dass aus Innovationen auch unternehmerische Erfolge entstehen.

Der Abend wurde zudem durch die Anwesenheit zahlreicher zentraler Stimmen aus der Quantencommunity bereichert, darunter Prof. Dr. Cornelia Denz, Prof. Dr. Angela Ittel, Prof. Andreas Waag, Prof. Piet Schmidt, Prof. Christian Ospelkaus, Dr. Nicolas Spethmann, Naz Pourmalek, Heiko Brüning (QubeDot GmbH) und Henning Hahn (QUDORA Technologies). Ihre Perspektiven trugen dazu bei, die Bedürfnisse, Prioritäten und Ambitionen unseres Ökosystems klar zu formulieren. Ein besonderer Dank gilt Felix Rundel, der mit einer souveränen Moderation dafür sorgte, dass komplexe Themen verständlich, präzise und mit der nötigen fachlichen Tiefe vermittelt wurden.

Der parlamentarische Abend machte deutlich, worauf es wirklich ankommt: wissenschaftliche Expertise in politisches Verständnis zu übersetzen, regionale Stärken mit nationalen Zielen zu verbinden und die richtigen Rahmenbedingungen für Innovation zu schaffen. Wenn ein parlamentarischer Abend als Maßstab dafür dienen kann, wie wirksam eine Community ihre Interessen vertreten kann, dann setzte dieser ein starkes und ermutigendes Zeichen. QVLS blickt zuversichtlich nach vorn, um den begonnenen Dialog fortzuführen, gemeinsam entstandene Dynamik weiterzutragen und sie in nachhaltigen Fortschritt für Deutschlands Quanten­zukunft zu verwandeln.

Foto: © Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen